Gespenst Scheinselbständigkeit ?

Wir haben eine Möglichkeit geschaffen wieder Freiberufler zu beschäftigen, ohne das Risiko einer Scheinselbständigkeit mit den verbundenen Konsequenzen einzugehen!

Uns ist bewusst, dass das Thema Scheinselbstständigkeit schwer zu fassen ist und es bei Feststellung zu finanziellen und rechtlichen Konsequenzen bei dem Auftraggeber führen kann.

Welche Auswege gibt es für die Unternehmen?

1. Verzicht auf externe Kräfte: ist vielleicht die sicherste Variante, schneidet den Kunden aber in einer agilen und schnelllebigen Zeit von hochaktuellem Knowhow und den besten Experten ab.

2. Arbeitnehmerüberlassung: ist teuer, unflexibel, begrenzt auf 18 Monate und unter Freiberuflern stark verpönt. Wer gut ist wird ANÜ unter allen Umständen vermeiden.

3. Die Freiberufler-GmbH: der Geschäftsführer ist nicht für Projekttätigkeiten für einen Kunden von der Sozialversicherungspflicht befreit. Lässt sich der sozialversicherungspflichtige Geschäftsführer in die Betriebsabläufe einbinden, liegt eine Arbeitnehmerüberlassung vor. Ohne Zulassung zur ANÜ wäre dies ein Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbußen belegt wird.

4. Die gute Nachricht: Es gibt auch Lösungen, nicht nur Auswege!

 

Lösung:

Gemeinsam mit Gesellschaftsrechtlern und Sozialrechtsexperten haben IT-Freiberufler das Modell der Genossenschaft für IT-Freiberufler geschaffen.

In diesem Genossenschaftsmodell werden die Freiberufler Mitglieder der Genossenschaft. Das Vertragsverhältnis wird mit 6PAC geschlossen, die wiederum mit der Genossenschaft einen Vertrag für die Erbringung der Dienstleistungen abschließt.

Es erfolgt keine direkte Beauftragung des Freiberuflers vom Kunden oder von 6PAC. Es gibt nur eine interne Verpflichtungserklärung des Freiberuflers zur Erbringung der definierten Leistungen.

Die Bremer Kanzlei Dr. Benno Grunewald hat im Mai 2016 das Modell der IT-Projektgenossenschaft begutachtet.

Herr Dr. Grunewald stellt fest:

„Aus nachfolgend dargestellten Erwägungen stellt die Tätigkeit von Selbständigen, die über die IT-Projektgenossenschaft eG tätig werden, als definitiv selbstständig dar. Sofern die vertraglichen Vereinbarungen eingehalten und die tatsächliche Umsetzung gemäß Leitfäden beachtet wird, stellt sich das Risiko der Feststellung einer Scheinselbstständigkeit bzw. eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses als sehr gering dar.“

Die verbleibende Rest-Unschärfe ist nicht größer als im normalen Arbeitsrecht auch.

Sprechen Sie uns bei Interesse an diesem Modell gerne an.

 

 

Genderhinweis: Die geschlechtsspezifischen Begriffe gelten für alle Geschlechter.

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